Es gibt Tage, da brauchst du einfach Schutz. Vor dem, was von aussen kommt. Vor dem, was du in dir selbst spürst. Für Menschen, die dir wichtig sind. Für Wege, die unsicher sind.
Schutzgebete sind keine Zauberformeln. Sie sind das, was Kinder tun, die wissen, zu wem sie gehören: sie vertrauen sich dem Vater an.
Eine kurze Grundhaltung
Bevor du betest, kurz innehalten. Atme durch. Erinnere dich, wo du stehst:
“Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?” — Römer 8,31
Du gehst nicht schutzlos. Du gehörst Jesus. Das ist der Ausgangspunkt — nicht die Angst, sondern die Geborgenheit.
Ein Gebet zum Mitbeten
Sprich es laut oder leise, so wie es für dich passt. Passe es deiner Situation an.
Vater im Himmel, ich komme zu dir — mit allem, was mir heute Angst macht, mit allem, was ich nicht einschätzen kann.
Ich bitte dich um Schutz. Für meinen Körper, für meinen Geist, für meine Seele. Für meine Familie und die Menschen, die du mir anvertraut hast. Für die Wege, die ich heute gehe, und für die, die vor mir liegen und die ich noch nicht sehe.
Halt fern, was mich zu Fall bringen möchte. Und wenn es trotzdem kommt, lass mich nicht allein damit.
Ich vertraue nicht auf meine eigene Kraft, sondern auf deine Treue. Du bist mein Hirte. Deine Hand ist über mir.
Im Namen von Jesus. Amen.
Verse, die tragen
Leg dir einen oder zwei Verse bereit, die dir Schutz zusprechen, wenn du sie brauchst:
“Der Name des HERRN ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt.” — Sprüche 18,10
“Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut.” — Jesaja 26,3
“Niemand soll vor dir bestehen dein Leben lang; wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein; ich will dich nicht loslassen und gar nicht verlassen.” — Josua 1,5
Für andere beten
Schutzgebete werden besonders stark, wenn wir sie für andere sprechen. Menschen, die nicht selbst beten können oder wollen. Kinder, Eltern, Kollegen, Freunde.
Sag konkret Namen aus. Bitte Gott, seinen Schutz über ihr Leben zu legen. Du weisst nicht, was in ihrem Tag passiert — aber Gott weiss es. Und er hört dich.
Wenn die Angst bleibt
Manchmal betest du — und die Angst ist immer noch da. Das heisst nicht, dass dein Gebet nichts gebracht hat. Angst und Vertrauen können gleichzeitig da sein.
Bete weiter. Sag Gott, dass du Angst hast. Sag ihm, dass du trotzdem auf ihn vertraust. Das genügt.
“Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!” — Philipper 4,6–7