Gott hat nicht einen Namen. Er hat viele. In der Bibel beschreibt jeder Name eine andere Seite seines Wesens. Und wenn du diese Namen kennst, verändert sich, wie du mit ihm sprichst.
“Der Name des HERRN ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt.” — Sprüche 18,10
Der Name ist nicht nur Etikett. Der Name ist Zugang.
Ein paar seiner Namen
In der hebräischen Bibel taucht Gott mit verschiedenen Zusammensetzungen seines Namens auf. Jeder sagt etwas über ihn.
JHWH-Jireh — Der Herr sorgt. Abraham gab diesen Namen auf einem Berg, als Gott im letzten Moment einen Widder als Opfer bereitstellte. Wenn du nicht weisst, wie es weitergehen soll: Herr, du sorgst.
JHWH-Rapha — Der Herr heilt. Nach dem Auszug aus Ägypten hat Gott den Israeliten gesagt: Ich bin der Herr, dein Arzt. Wenn du oder jemand, den du liebst, krank ist: Herr, du heilst.
JHWH-Nissi — Der Herr ist mein Banner. Ein Banner war im Krieg das Zeichen, um das sich eine Truppe sammelte. Wenn du dich überfordert fühlst: Herr, du bist mein Sammelpunkt.
JHWH-Schalom — Der Herr ist mein Frieden. Nicht Frieden, den Gott gibt, sondern Gott ist Frieden. Wenn in dir Unruhe ist: Herr, du bist mein Frieden.
JHWH-Raah — Der Herr ist mein Hirte. Der Vers aus Psalm 23. Wenn du dich verloren fühlst: Herr, du bist mein Hirte.
JHWH-Zidkenu — Der Herr ist meine Gerechtigkeit. Nicht was du verdient hast, sondern was er dir geschenkt hat. Wenn Schuld und Scham dich drücken: Herr, du bist meine Gerechtigkeit.
JHWH-Schamma — Der Herr ist da. Der letzte Name der Hesekiel-Prophetie. Über der neuen Stadt Gottes steht: Hier ist der Herr. Wenn du dich allein fühlst: Herr, du bist da.
Wie du das betest
Wähl einen Namen. Nicht alle gleichzeitig. Sprich ihn laut aus. Dann sag ihm, warum du genau diesen Namen heute brauchst.
Herr, du bist Jireh. Du sorgst. Ich sehe nicht, wie es weitergehen soll — aber du siehst es. Ich vertraue dir.
Das ist Anbetung, die sich an seinem Charakter festmacht — nicht an deinem Gefühl.
Warum das trägt
Wenn du Gottes Namen laut aussprichst, erinnerst du dich an das, was wahr ist. Gebet ist oft weniger Gott informieren und mehr dich selbst neu ausrichten.
Du sagst nicht: Gott, ich bitte dich, heile. Du sagst: Du bist der, der heilt. Das ist ein anderer Ton. Ein Grundvertrauen statt ein Hoffen.
Noch ein Namen, den Jesus uns gelehrt hat
Jesus hat seinen Jüngern einen ganz anderen Namen für Gott gezeigt:
Abba. Das heisst Papa.
Das war in der damaligen Kultur unerhört nah. Niemand hat so mit Gott gesprochen. Bis Jesus kam.
“…ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!” — Römer 8,15
Das ist der Name, der alle anderen Namen durchzieht: Vater. Der, zu dem ein Kind geht.